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Time toDezember 16, 2005
Abgelegt unter: Kanada • life verfasst von: Administrator @ 2:32 pm
say goodbye…
Ja, heute haben wir unsere Abschiedstour hinter uns gebracht, die wir am Vorabend bei unserer House-Party begonnen haben. Waren gestern noch die neuen Freunde (Stundenten) dran, so waren es heute die Offiziellen, denen wir auf Wiedersehen sagen mussten. Alle haben uns hier freundlich empfangen und behandelt. Man hat alles dafuer getan, dass wir hier gluecklich und zufrieden sind. Man ermoeglichte uns, das Land und die Leute kennenzulernen, Spass zu haben, aber auch fachlich, sprachlich und persoenlich zu reifen.
Einen grossen Dank stellvertretend fuer Alle an Barbara, Lee, Dan, Andreas und insbesondere an Familie Klann.
Wir werden, so es uns irgend moeglich ist, so schnell wie moeglich wieder kommen. Und das ist ein kanadisches Versprechen.
However, wir werden zu Hause erwartet und freuen uns auf Deutschland.
Thanks a lot for everything!
Abgelegt unter: Kanada • life verfasst von: swembacher @ 9:34 am
Sehr geehrte Leser.
Leider muessen wir uns in Baelde von diesem Ort verabschieden. Im Moment wissen wir, oder zumindest Einige von uns nicht, ob wir mehr Freude oder mehr Trauer, mehr Heimweh oder mehr Hierbleib-Weh empfinden. Natuerlich wollen wir alle unsere Lieben und unsere Familie wiedersehen, aber eigentlich wollen wir auch hier bleiben. Gestern Abend haben wir aus Trotz alle Uhren auf den 3.12.2005 gestellt, damit uns noch ein paar Tage mehr bleiben. Also nicht wundern, wenn wir nicht im Flieger sitzen . Fuer heute Abend haben bzw. werden wir alle unsere Freunde von der Uni in unserer kleine bescheidene Huette zu einem gemuetlichen Hello-Bottle-Good-Bye-Canada-Sit-In einladen. Es wird ein schoener und ein trauriger Abend…
Wir haben in den 6 Wochen mehr gelernt als wir je erwartet haetten. Man lernt nicht nur viel Englisch, nein man lernt das Leben aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Jeder hat hier ein Stueck von sich eingebracht und nimmt die Stuecke der anderen mit nach Hause. Aber insbesondere durch die Gespraeche mit den Menschen vor Ort bekommt man einen ganz andere Sichtweise auf das Leben.
Ok, wir werden uns in Deutschland auch erst wieder dran gewoehnen muessen, dass es keinen Flavoured Coffee gibt und vor allem, dass man Bargeld benoetigt. Hier ist die VISA der staendige Begleiter, egal ob man Karten fuer’s Theater kauft, oder eine Flasche Wasser. Visa? Die Freiheit nehm ich mir! (zumindest in Kanada). Jeder von uns laesst ein Stueck von sich hier… und das ist gut so, den dann wissen wir, dass wir wieder kommen werden.
Gedicht aus der Ferne die eine Heimat geworden ist
Auf Wiedersehen Kanada,
leider ist es also doch wahr.
Wer dich nur einmal besucht,
der wird fuer immer verflucht.
Verflucht auf eine gute Weise,
denn es ist nur der Beginn der Reise.
Wir kamen alle hierher allein,
fuehlten uns einsam und klein.
Now we know it’s not a dream,
by the time we become a team.
Step by Step we grow together,
no matter what kind of weather.
Ob Schnee ob Regen oder Sonne,
wir erlebten dich mit voller Wonne.
Wir wollen dich nicht verlassen,
aus Angst wir koennten was verpassen.
Eines Tages kommen wir wieder,
und singen mit dir weitere Lieder.
So wie beim Family Dinner,
wir sind echt die Gewinner!
Wir waren Anfangs so gespannt,
aber die 6 Wochen gingen zu schnell ins Land.
Concordia, du gabst uns taeglichen Mut,
und das tat uns allen immer wieder gut!
Malte, Heather, Israel, Chicago or Jenn,
it was so awesome to meet them
we met new people every day,
they went along with us the whole way.
Wir danken ihnen fuer jeden Stunde,
deshalb schmeissen wir heut’ ne Runde.
Rockies, Jasper, Banff and Calgary,
“GREAT” is the only summary.
Eine Traene faellt auf kanadischen Grund,
wir weinen uns die Augen wund.
Berge, Fluesse, Taeler, Wiesen und Schnee,
oh mein Gott, wie tut der Abschied weh.
Am Samstag geht es ab in den Flieger,
Kanada, wir sehen uns bald wieder!
Sven, Melli, Mady und Robs (A.D.2005)
Abgelegt unter: Kanada • life verfasst von: swembacher @ 8:43 am
Bei ARD und ZDF sitzen Sie in der ersten Reihe. Aber nicht nur dort! Auch wenn das Robs-Online-Karten-Kauf-Team zuschlaegt. Fuer alle, die bisher nur Bahnhof verstehen: Gestern Abend konnten wir dem Weihnachtsklassiker“A Christmas Carol” vonCharles Dickens im Citadel Theatre aus der ersten Reihe geniessen. “A Christmas Carol” handelt vonEbenezer Scrooge, einem Geizhals, der in der Weihnachtsnacht Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber, dem Geist der vergangenen, der gegenwaertigen und der zukuenftigen Weihnacht erhaelt. Diese 4 Geister sollen ihm helfen ein besserer Mensch zu werden und das Weihnachtsfest wieder zu respektieren.
Dieses Stueck wurde schon unzaehlige Male auf allen Buehnen der Welt aufgefuehrt. Und es gibt sogar einige Verfilmungen davon. Sehr bekannt ist zum Beispiel die moderne Version mitBill Murray“Die Geister, die ich rief”.
Die Auffuehrung war grandios! Wir haben fast alle schon die ein oder andere Version auf den Theaterbuehnen oder im Fernsehen gesehen, aber selten eine so gute! Tom Wood spielte den Scrooge und er spielte ihn voller Herzblut. Genauso wie der Zweitklaessler Elijah Johnson, der Tiny Tim sehr ueberzeugend spielte! Das Buehnenbild war absolut hervorragend. Man stelle sich einen 4,5m grossen Geist der zukuenftigen Weihnacht vor, der sich frei auf der Buehne bewegt oder ein riesiger Weihnachtsbaum, der ploetzlich aus dem Boden faehrt. Wie immer bei “A Christmas Carol” wurde auch in dieser Inszenierung der Balanceakt zwischen Humor, Angst und Weihnachtsfeeling hervorragend gemeistert. Man kann dem ganzen Ensemble nur ein grosses Lob aussprechen. Nach der Standing Ovations wurde von den Darstellern noch darum gebeten, fuer dieEdmonton Food Bank zu spenden. Und auch das ist anders als in Deutschland… Hier spenden die Leute, weil sie spenden moechten, nicht weil sie denken spenden zu muessen.
Ueberwaeltigt von den Eindruecken traten wir unseren Heimweg an und legten uns zum vorvorletzten mal in unsere Betten.
Abgelegt unter: Kanada • life verfasst von: swembacher @ 8:19 am
Sehr geehrte Leser,
mit grosser Freude duerfen wir ihnen mitteilen, dass sich der Pinguin es sich schon wieder im Garten gemuetlich gemacht hat. Er befuerchtet, dass die Temperaturen in den naechsten Tagen wieder in den 2 Stelligen minusbereich gehen soll. Die Wetterfroesche reden, aber im Moment noch von maximal -13 am Donnerstag. Also kein Grund zur Panik. Aber fuer alle Faelle hat sich Moxie, so haben wir den Pinguin getauft, schon mal ein Iglu aus den in der Nacht zahlreich vom Himmel gefallenen Schneeflocken gebaut.
Abgelegt unter: Kanada • work verfasst von: Administrator @ 9:52 am
Waehrend sich Mady dem “Weihnachtshokuspokus” hingibt, zaubern Sven und Robs im Keller des StudentCenter. Nach allerlei Loeteinlagen an Sven’s Laptop hat dieser immer noch keine Lust, den vollstaendigen Arbeitsbetrieb wieder aufzunehmen. Auch gut Zureden hat bisher nicht geholfen. Nebenbei beschaeftigen wir uns dann noch mit der Replikation eines SQL-Servers, der unserer Aufforderung doch endlich auch ordentlich zu funktionieren, bisher ebenfalls nicht nachgekommen ist. Nun sind wir dabei, unsere Zauberkraefte zu buendeln, im grossen Handbuch fuer Magierlehrlinge nachzuschlagen (Onlinedoku fuer MySql), um das Problem zu loesen. Schliesslich wollen wir Harry-Potter-Verschnitte den grossen Lehrmeister verkoerpert durch Prof. Andreas G. nicht verargern. Der hat uns ja zur Hexenkonferenz (Lunch beim Chinesen) am Freitag eingeladen. Deswegen heisst es nun: Zaubersprueche an die Konsole senden, um Alles zum Leben zu erwecken!
Abgelegt unter: Kanada • work verfasst von: Administrator @ 9:26 am
“Jajaja, jetzt wird wieder in die Haende gespuckt - Wir steigern das Bruttosozialprodukt…” unter diesem Motto gehen Madeleine, ihre Kollegen Barbara, Leonia, Jennifer, Melody, Korinda und die Vize Praesidentin Patricia in die letzte Woche des Auslandseinatzes. Zwischen Werbeaktionen fuer die Concordia University, der noch andauernden Datenaktualisierung und weihnachtlichem Hokuspokus, wird im Alumni House fleissig an der Kanada-Praesentation gearbeitet und mit einem lachenden und weinenden Auge an den Heimflug gedacht…
Es hat sie doch erwischt! Melli und Robs wollten den Sonntag nutzen, um nochmals die West Edmonton Mall zu besuchen. Da ist es passiert: Sie wurden vom Shoppingfieber ueberwaeltigt und belasteten die Kreditkarte, bis diese durch das staendige Benutzen so warm war, dass sie zu schmelzen drohte. So wurde ein Spezialteam alarmiert, dass die Infizierten einsammelte, kurz nach Hause brachte, um die Tueten abzustellen und dann in ein Sanatorium ueberfuehrte. Dort sollen sie geheilt werden. Die Erfolgsaussichten sind vielversprechend, da die Suechtigen sowieso fast pleite sind. Aus diesem Grund wird in den naechsten ein Spendenaufruf gestartet, damit sie noch ein wenig Brot bekommen und nicht verhungern muessen.
Am Samstag um 9Uhr war es soweit. Heather fuhr mit ihrem 84er Oldsmobile vor und wir kletterten noch schlaftrunken in dieses Erzeugnis amerkanischer Fliessbandproduktion. Nach ca. 1,5h Geradeausfahrt auf Highway 16a und diversen Schotterstrassen, erreichten wir das herrschaftliche Anwesen von Heather’s Eltern. Wir wurden sogleich von den Rindern begruesst (,die so viele Menschen schon lange nicht mehr gesehen hatten). Nach den Tieren waren dann auch sofort Margarita und Paco zur Stelle und begruessten uns herzlichst. Damit wir die Zeit bis zum Lunch auch ordentlich ueberbruecken konnten, wies der “Boss” dann Robs ein. In was? In den Umgang mit dem Spielzeug, namens Quad. Nach anfaenglichen Schwierigkeiten (”das Ding schaltet sich anders wie eine Schwalbe”) konnte es losgehen. Es gab das coole Gefaehrt mit Robs und Sozius Sven und das mit den 3 Maedels; der Barbie-Quad. Die Fahrt fuehrte uns erst ueber Stein und dann Stock, welchen die Guys wesentlich eleganter meisterten als die 3 Maedels - die mussten schieben. Maschinen und Frauen - dass schliesst sich aus.
Erster Halt war ein Fluss, an dessen Ufer sich die “Dentagard”-Biber ordentlich zu schaffen gemacht haben. Die hatten wohl ordentlich Appetit. Leider kamen sie nicht aus ihrer Burg, um Hallo zu sagen. Na gut, sie hatten ja schliesslich auch Wochenende.
Dann ging es weiter. Der Spass wurde groesser. Robs hatte mittlerweile den 5. Gang entdeckt und die Frauen konnten Staub essen (oder Schnee). Sven hielt sich fest so gut er konnte. Und das war auch gut so. Denn um den Spassfaktor zu erhoehen, nahm der mittlerweile zum Kind mutierte Robs, auch Routen durch Schnee und Schlagloecher, die man ja vorher nicht sehen konnte. So donnerten die 2 Quads die Wege entlang, ueber die Weiden, die auch im Winter von den stattlichen Fleischspendern bevoelkert werden, entdeckten Biberdaemme und allerlei Interessantes.
Leider muss jeder Spass ein Ende haben und Robs verabschiedete sich von seinem neuen Kumpel in Richtung Truthahn. Wie es sich gehoert, wurden wir natuerlich zum Mittagschmaus eingeladen, an dem auch noch der oertliche, preisgekroente Jaeger und 2 deutsche Aussiedler teilnahmen. Nach der leckeren Schlemmerei fuehrte uns Margie auch noch ihr Hobby vor - Dudelsack. Im Duett mit dem Esel (er heisst “IhAhh”), der tatsaechlich antwortete, kam so schottisches Feeling in Kanada auf. Einfach irre! Nach dem kulturelle Highlight besichtigten wir die Weide und wurden von den Rindern argwoehnisch beaeugt. Lediglich “IhAhh” liess sich nicht stoeren und kam zu uns; er wollte Sweets haben, da er doch auf Minzbonbons steht. So kam es, dass Mady nen neuen Verehrer hat. Eine kleine Wanderung ueber das Grundstueck und dann war der Traum auch schon fast ausgetraeumt. Wir traten die Heimreise an. Etwas muede, aber immer noch beeindruckt (von den Quads und der Landschaft) setzen wir uns in Heather’s Oldie und tuckerten heim.
Nachdem wir nun also einen Bueffel gegessen hatten, begaben wir uns in Harry’s Audi Quattro (ein Stueck Heimat) auf den Weg ins Legislature Building. Dort angekommen offenbarte sich uns ein herrlicher Anblick. Abertausende von kleinen Lichtern saeumten die Baeume und dahinter thronte das mit warmen, orangem Licht angestrahlte “Buero” der Premiers.
Wir betraten flink das Gebaeude (wir waren wegen des zauberhaften Mahls spaet dran) und wurden zugleich mit heisser Schokolade versorgt. Kurz darauf platzierte sich der 24 Mann starke Chor der “German Community” auf der Treppe und sang die ersten deutschen Weihnachtslieder. Eine grossartige Akustik und die gewaltigen Stimmen (der meist aelteren Herren) liessen Weihnachtsstimmung aufkommen. Als zum Schluss dann noch “Stille Nacht, heilige Nacht” den Raum erfuellte, fanden wir uns in einer anderen Welt wieder.
Nach der Auffuehrung wurden wir selbstverstaendlich noch den “Saengerknaben” vorgestellt. Deren Praesident, Horst Fleischhauer, ist gebuertiger Rudolstaedter und moechte uns in den naechsten Tagen besuchen, um zu erfahren was in den Jahren in seiner alten Heimat Thueringen passiert ist. Ein wenig Smalltalk hier und da und wir verabschiedeten uns in die Lichternacht. Unser kleiner Spaziergang auf dem Regierungsgelaende wurde von Weihnachtsliedern untermalt, die aus Hunderten von Lautsprechern, sanft in unsere Ohren drangen. Bunt angestrahlte Eisfiguren, die Lichterketten, vergnuegte Kinder - ein maerchenhaftes Bild bot sich uns.
- Ende der Geschichte -
Hier mal ein paar Zahlen fuer die Statiker :-) unter uns.
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